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Der Architektur-und Parkkomplex in Kalwaria Zebrzydowska

Der Architektur-und Parkkomplex in Kalwaria Zebrzydowska

Kalwaria Zebrzydowska bietet eine einmalige Kulturlandschaft und stellt damit einen Ort, der harmonisch Natur und Kultur miteinander verbindet. Der Komplex umfasst das Sanktuarium und den Kalvarienberg und steht im Einklang mit der Umgebung. Die Bauten, samt dem kunstvoll geplanten Wegenetz, verschmelzen mit der Landschaft und bilden natürliche Szenerien vom sakralen Charakter. Eben diese perfekte Vereinigung des natürlichen Geländes mit den von Menschenhand geschaffenen Werken (Kirchen, Kapellen, Figuren, Brücken) wurde Grundlage, um den Wallfahrtskomplex und den Landschaftspark in die UNESCO-Liste einzutragen. Dies geschah 1999. Heute ist Kalwaria Zebrzydowska, neben Częstochowa, das größte Wallfahrtszentrum in Polen.
Das Sanktuarium und den Kalvarienberg verdanken wir dem Krakauer Wojewoden Mikołaj Zebrzydowski. Er stiftete im Jahre 1600 die Christi-Kreuzigung-Kapelle, holte zu ihrer Betreuung den Bernhardinerorden (sie erbauten die Kirche und das Kloster) herbei und förderte den Bau der Kreuzwegstationen nach dem Muster aus Jerusalem. Der Kalvarienberg wurde auf Hügeln angelegt, damit er der Lage nach an die Heilige Stadt erinnert. Zwischen den Kapellen wurden sogar entsprechende Entfernungen beibehalten, und zwar proportional größer gegenüber denen in Jerusalem. Die meisten der 40 Objekte des Kalvarienbergs entstanden in der 1. Hälfte des 17. Jh. Damals wurde auch am Steilhang die Heilige Treppe (Gradus) errichtet und mit einem halbrunden Dach bedeckt. In 28 Stufen wurden Reliquien aus dem Heiligen Land untergebracht. Während der Kirchweihen und Feiern gehen Prozessionen über den Kalvarienberg (Jesus- oder Mutter-Gottes-Pfade). Ein unvergessliches Erlebnis bildet die Teilnahme am Mysterium der Passion Christi in der Karwoche.
Das wichtigste Gotteshaus in Kalwaria Zebrzydowska ist die Mutter-Gottes-von-den-Engeln-Basilika (im Klosterkomplex). Dort befindet sich das berühmte Gemälde der Mutter Gottes vom Kalvarienberg.  Das Gemälde kam 1641 ins Kloster, als sein Besitzer Bluttränen am Madonnengesicht bemerkte. Die kirchliche Kommission war dem Ereignis gegenüber misstrauisch: sie verbat die Ausstellung des Gemäldes in der Öffentlichkeit und trug auf, es in der Schatzkammer unterzubringen. Unter dem Druck der Bernhardiner wurde diese Entscheidung jedoch zurückgenommen und das Wunderbild eroberte schnell die Herzen der Gläubigen. Kalwaria Zebrzydowska wurde zu einem wichtigen Zentrum des Marienkults.

Passions - und Mariensanktuarium - Bernhardinerkloster, ul. Bernardyńska 46 (Zugang vom Stadtzentrum aus über die Straßen 3 Maja und Bernardyńska), Kalwaria Zebrzydowska, Klosterpforte Tel.: +48 33 8766304; Pilger und Touristen in organisierten Gruppen (ab 15 Personen) können einen Führer anfordern, der die Geschichte des Sanktuariums vorstellt oder das Gebet auf den Kalvarienpfaden abhält (Reservierung Tel.: +48 33 8766304); freier Eintritt in den Landschafts- und Wallfahrtspark.

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