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Ein Wochenende in der Umgebung von Oświęcim

Ein Wochenende in der Umgebung von Oświęcim

Oświęcim, die alte Burg am Soła-Fluss, ist heute eine ziemlich große Stadt, bekannt vor allem wegen des im II. Weltkrieg hier eingerichteten Nazi Konzentrations  und Vernichtungslagers. Heute ist das Lager als Zeugnis und Gedenkstätte in die UNESCO-Liste als „Auschwitz-Birkenau. Deutsches Nazi Konzentrations und Vernichtungslager (1940-1945)“ eingetragen. Eigentlich sind das zwei Lager: das ältere und kleinere Konzentrationslager in Oświęcim (Auschwitz) und das große Vernichtungslager im unweit gelegenen Brzezinka (Birkenau). Die Nazi Schergen ermordeten hier ca. 1,5 Mio. Menschen, vor allem Juden.
Im Zentrum von Oświęcim sind das Schloss und die renovierte Synagoge sehenswert. Es gibt hier auch zwei gotische Kirchen und einen restaurierten Marktplatz. In der Stadtumgebung, besonders im Weichseltal in Richtung der Stadt Zator, wurden seit Jahrhunderten in Fischteichen Karpfen gezüchtet. Deswegen wird diese Gegend auch Karpfental genannt. Man kann hier Wassersumpfvögel beobachten und angeln.
Auf dem Weg aus Krakau nach Oświęcim befindet sich im Ort Wygiełzów ein großes Freilichtmuseum mit zahlreichen Holzbauernhäusern, einer Kirche und einem Herrenhof aus Lärchenholz. Darüber erheben sich auf waldigem Hügel die Schlossruinen Lipowiec.
Nur 47 km von Oświęcim entfernt, inmitten der Hügel und grüner Täler des Beskidengebirges, erhebt sich in Kalwaria Zebrzydowska ein prächtiger Kirchen und Klosterkomplex der Franziskaner. Er ist eines der wichtigsten Pilgerzentren in Polen. Zur Erinnerung an die Passion Christi wurden hier Anfang des 17. Jh. zahlreiche kleine Kirchen und Kapellen gebaut und damit die sog. Kalvarienpfade geschaffen. Die wunderschöne Landschaft und originelle Bauten brachten dem ältesten Kalvarien-Komplex einen Eintrag in die UNESCO-Liste. Ein ungewöhnliches Ereignis in Kalwaria sind die alljährlichen Mysterien der Passion Christi am Karfreitag.
In der Gegend ist auch Lanckorona sehenswert. Dank seinem steilen, von Erdgeschoßhäusern (meistens aus Holz) umgebenen, gepflasterten Marktplatz behielt es den Reiz eines galizischen Städtchens.
Neben Kalwaria Zebrzydowska, wo Karol Wojtyła (auch als Johannes Paul II) gern zum Gebet kam, sollte das 15 km westlich entfernte Wadowice, die Heimatstadt des aus Polen stammenden Papstes, besichtigt werden. Über dem Markt von Wadowice erhebt sich der Turm der Allerheiligsten Jungfrau Maria Erscheinung Basilika, einer Spätbarockkirche vom Ende des 18. Jh., in der Karol Wojtyła getauft wurde. Im kleinen Haus daneben, wo der künftige Papst zur Welt gekommen ist, befindet sich ein ihm gewidmetes Museum. Nach der Besichtigung kann man sich in einer Konditorei beim päpstlichen Cremeplunder erholen. Aus Wadowice kann eine Wanderung ins Beskid Mały-Gebirge, auf den Leskowiec-Gipfel oder auf den Johannes Paul II-Grat unternommen werden.



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